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Scania Hauber T113HK 6x4

Scania Hauber T113HK 6x4

Mein erster gebauter Truck war eine Scania T 143 Sattelzugmaschine; dies musste ich leider verkaufen und bin nie so wirklich darüber hinweg gekommen... Inspiriert von einem alten Plan habe ich nun begonnen, meinen alten Hauber noch einmal zu bauen. Allerdings soll es dieses Mal keine SZM werden; mir schwebt ein breiter verwendbares Modell vor...
Laut dem Typenschlüssel der alten Vorbild - Dokumentation ist das
T für Haubenfahrzeuge,
113 für 11l / 6-Zylinder Reihendiesel mit max. 295 kW / 400 PS / 1660 Nm
HK für Heavy Construction (K?), hoher Rahmen, gute Geländegängigkeit
6x4 für die Achskonfiguration
 


07.05.2018
Eine gewonnene Scaleart Pendelfederung und zwei Scaledrive Achsen geben den Startschuss.



Die Rahmenlängsträger bestehen aus 19,5mm hohen Alu U - Profil, das ich auf 8mm Breite zugesägt habe. Um auf alle möglichen Fahrzeugpläne reagieren zu können habe ich sie 80cm lang zugesägt. Zur Befestigung von Aufbauten habe ich im 3cm - Raster jeweils 4 1,5mm - Bohrungen mit Abstand 6x6mm vorbereitet.



Um eine noch vorhandene Tamiya - Vorderachse verwenden zu können muss ich mir meine eigenen Federblöcke fertigen; hier die vorderen Fixpunkte. Um die Optik schön zu machen arbeite ich bereits hier mit M2 - Muttern mit SW3 von Fechtner; diese verwende ich auch zur Verschraubung der Felgen mit den Radnaben der Hinterachsen.


 
10.05.2018
Die Federhalter habe ich mit M2 - Linsenschrauben von der Rahmeninnenseite her verschraubt und außen wieder die SW3 - Muttern verwendet.



Um jetzt noch weiter zu bauen muss ich den vorhandenen Plan auf meine Modellgröße hochzeichnen. 
In Zwischenzeit warte ich auf die bestellten Felgen und Reifen, weiterhin ist schon das Scaledrive - Getriebe im Anmarsch.



20.05.2018
Die Pläne sind fast fertig; die bereits gelieferten Felgen und Reifen habe ich montiert um die Breite für den Plan abzukären. Um wieder was praktisches zu machen habe ich die Vorderachse befestigt. Die fehlenden Tamiya - Aufhängungen habe ich durch Aluprofile nachgebaut, das funktioniert auch.



Die bereits zusammengebauten Scaledrive - Achsen habe ich mit Felgen versehen und an der Pendelfederung montiert. 



Mit den provisorisch aufgezogenen Reifen habe ich die Höhe des Rahmens getestet. Ich muss wohl die Vorderachse etwas anheben... Die Position ist noch nicht entgültig, das kann ich erst festlegen wenn die Aufbauten klar sind.



21.05.2018
Den heutigen Feiertag habe ich mit dem Zusammenbau des Scaledrive - Getriebes genutzt. Da ich es bereits für den Volvo benutze war's keine besondere Erfahrung, nur hat beim Einlaufen das Schalten nicht funktioniert. Lösung war hier noch mal zerlegen und wirklich in alle beweglichen Teile das mitgelieferte Fett einbringen. 
Das Untersetzer- und Verteilergetriebe habe ich getrennt montiert; das ist zwar bei 6x4 nicht nötig, bei dem geplanten langen Radstand aber besser für einen ruhigen Lauf der Kardanwelle. 
Sehr gespannt bin ich auf die Laufeigenschaften des Servonaut TM120 - Motor, nur muss ich darauf noch warten... Den 120er (12V) habe ich gewählt, da ich dieses Mal 12V / 3S als Bordspannung nehme um den vorerst geplanten Ladekran zu betreiben.




22.05.2018
Freier Tag, schon geht was... Ich habe aus 15,5x15,5mm U-Profil eine Rahmentraverse gefertigt; diese wird als Abstandshalter für die Scaledrive - Pendelfederung benötigt. Für die Traverse auf dem Bild habe ich zwei U-Profile Rücken an Rücken verklebt, verschraubt und danach gebohrt und tailliert. 



Zu Glück habe ich bei einem Fahrzeugbauer die bemaßte Seitenansicht eines Kurzholz - LKW gefunden; die zeigt zwar ein Euro - Fahrerhaus und kann max. 6,5m Holzlänge laden. Mein Hauber hat ja hinter der Achse die Kabine, somit fehlt ca. 1m Rahmenlänge. Um den Truck nicht zu lange zu bauen nehme ich den gleichen Radstand wie für das Eurofahrerhaus und akzeptiere dafür eine max. Ladelänge von 5,5m.
 
Für das Modell ergibt sich somit ein Radstand Vorderachse - Mitte Pendelei 41,5cm. Mit diesem Maß hbe ich die Traverse mit Senkkopfschrauben M2x4mm am Rahmen befestigt. Diese Schrauben werden unten von der Pendelei und oben vom Hilfsrahmen des Holzaufbaus verdeckt.
Auf dem Bild sieht man auch sehr gut wie das 15,5mm U-Profil auf den kleinen Längsstegen im 19,5mm U-Profil aufliegt.



Die Seitenteile der Pendelfederung habe ich mit Linsenkopfschrauben M2x6mm und kleinen SW3 - Muttern verschraubt; nur am Rand wo innen die Traverse ansteht habe ich M2 Gewinde geschnitten und von außen mit SW3 - Modellschrauben M2x5mm verschraubt.



Der Lange Rahmenüberhang hinten sieht viel aus, ist aber beim Original ca. 3,6m. Somit ist noch Platz für den Ladekran und die Ladung liegt weitestgehend auf den beiden Hinterachsen auf. Weiterhin kann so ein relativ kurzer Radstand von ca. 5,4m realisiert werden, was dem Wendekreis zu Gute kommt.



Um die Einbauposition des Getriebes festzulegen habe ich die Bodenplatte des Fahrerhauses aus 2mm Alublech ausgeschnitten. Ich muss versuchen, das Getriebe so weit wie möglich nach hinten zu positionieren ohne im Fahrerhaus einen Motortunnel zu erzeugen (den gibt es beim Hauber nicht...) Somit muss ich mir als Hausaufgabe unbedingt die Inneneinrichtung ansehen bzw. planen. 
Die angebrachten Füße sind für die vorbereiteten Befestigungslöcher ausgelegt. Die Ausschnitte vorne bzw. der dünner gefräste Plattenteil geben die Position des Getriebes wieder. Die Vorderkante der Platte ist genau die Trennlinie zur beweglichen Motorhaube.



23.05.2018
Für die Inneneinrichtung habe ich gestern noch direkt bei Scania Deutschland angefragt; sie waren leider nicht kooperativ und haben meine Frage nach Fotos oder Unterlagen direkt abgelehnt... 
Mit den Fotos aus dem www. habe ich als Basis die Innenausstattung vom Tamiya R470 bestellt (9115181), hier habe ich auf einem Spritzling Armaturenbrett, Sitze, Lenksäule und Lenkrad.

24.05.2018
Zuerst mal habe ich den Rahmen auf die richtige Länge gekürzt. Ich habe den Bau ursprünglich mit sehr langen Rahmen begonnen um Spiel zu haben; nun mit den richtigen Maßen bin ich bei 41,5cm Radstand und 27cm Überhang hinten (jeweils zu Mitte Pendelei gemessen).
Die Grundplate des Fahrerhaus ist befestigt. Grund für diese Montageart der Motor - Getriebe - Kombination ist der möglichst große freie Raum unter der Motorhaube; der Scania bietet sonst nur noch Staukästen am Rahmen...



Nach dem Getriebe habe ich das Verteilergetriebe samt Kardanwellen eingebaut. Ausschlaggebend für die Position des Verteilergetriebes war die volle Länge der Scaledrive Kardanwelle von 20cm. Weiter halte ich mir mit dieser Montage die Option offen, den Scania später auf 6x6 umzubauen.



Nächster Schritt war heute der Einbau eines Graupner 9kg - Servos aus dem Fundus. Angelehnt an den Einbausatz von Scaledrive habe ich zwei Winkel am Rahmen verschraubt und den Servo mit M4 - Schrauben direkt auf die Winkel montiert. Mit dieser Einbauposition ist zwar der schnelle Umbau auf 6x6 nicht möglich, ich kann aber den Servo mit geänderten Haltern jederzeit noch richtung Stoßstange schieben.



Und eben diese Stoßstange ist der nächste Schritt. Begonnen habe ich mit einem 2mm Schablonenblech, das ich abzüglich der Materialstärke der U-Profile zugesägt habe. Ebenso wurden aus 20x20mm Vierkant - Alurohr 6/7/8mm breite U-Profile gesägt.



Das mittlere U-Profil (8mm tief) hat vor der Montage eine Öffnung für's Zugmaul und die entsprechende Bohrung für den Dorn bekommen. Danach habe ich das Profil mit Sekundenkleber fixiert und mit zwei Senkkopfschrauben endgültig befestigt. Die Schraubenköpfe werden am Schluss wie alle Unregelmäßigkeiten gespachtelt.
Die Lasche, mit der die Stoßstange im Schraubstock eingespannt ist, ist auf 62mm Breite passend zum Rahmen geschnitten. In den kommenden Bauabschnitten werde ich die komplette Stoßstange noch einmal zu dieser Lasche hin abstützen, Fotos folgen.



18.06.2018
Trotz Fußball WM baue ich in kleinen Schritten weiter an der Stoßstange. Alle U-Profil - Teile sind angeklebt und an der Oberseite bereits verschraubt. Ebenso sind hier die schrägen Stützen zum Rahmen hin schon eingeklebt und verschraubt.



An der Unterseite habe ich auch aus 2mm Alublech eine Verstärkung eingeklebt und verschraubt.





In den Ausschnitt für das Zugmaul der Stoßstange muss ja noch ein Maul in das Loch eingesetzt werden. Begonnen habe ich damit, die Form ähnlich einer Abwicklung aus einem Aluwinkel zu sägen. Die Seitenlaschen habe ich dann in Form gebogen.



Gekürzt eingesetzt sieht das von innen so aus:



Die Montage der Stoßstange am Rahmen gibt mir die Möglichkeit, den Schaltservo gleich noch in die Grundplatte der Stoßstange einzubauen. So kann ich das Ruderhorn für die Gangschaltung auf der Fahrerseite am Motor vorbei gerade führen.



Von unten sieht man die komfortable Platzsituation, da hätte auch ein Standardservo für die Schaltung platz.



24.06.2018
Zuerst einmal habe ich elektronisch aufgerüstet und eine Carson Reflex Stick Multi 14CH LCD bestellt. Weiterhin habe ich statt der üblicherweise verwendeten Servonaut - Fahrtregler einen Truck Evo III von Modellbau-Regler.de bestellt; diesen werde ich nach dem positiven Einsatz beim CAT 908 auch hier testen. 
Um den Scania ein Gesicht zu verleihen habe ich mit dem Fahrerhaus begonnen. Aufbau aus 2mm Polystyrol - Platten und mit dünnflüssigen Sekundenkleber verschweißt. 



Um die Nuten am Heck und an der Tür zu fräsen habe ich verschiedene Fräser versucht... Erfolgreich war ich dann mit einem normalen 1mm - Bohrer; schräg an einem Alublech geführt gibt es eine super saubere Nut. Lediglich mit der Drehzahl musste ich noch experimentieren dass das Polystyrol am Bohrer nicht schmilzt...



03.07.2018
An den Tür - Vorderkanten habe ich quer einen Polystrolstreifen eingeklebt; auf diesem liegt das Amaturenbrett des R470 auf. Gleichzeitig bildet dieser Streifen die Unterkante des Rahmens der Windschutzscheibe und ist Anschlag der Motorhaube.



04.07.2018
Mit der Trennwand zum Motorraum ist die Basis des Fahrerhauses schon mal fertig.



06.07.2018
Ich habe überlegt wie ich die Motorhaube sauber fertigen kann... das Hauptproblem ist die saubere Ausrichtung des Kühlergrills und somit die Anbindung der Seitenteile und der Motorhaube. 
Als Lösung ist mir eingefallen, dass ich den Kühlergrill vorgefräst habe. Auf das Innenteil das später entfernt wird habe ich eine Bodenplatte angeklebt und mit Winkeln stabilisiert. Mit dieser Konstruktion ist die Höhe über Rahmen fixiert und der rechte Winkel des Kühlers zum Rahmen eingestellt.



08.07.2018
Für eine sichere Postion des Fahrerhauses habe ich innen an der Trennwand zwei Befestigungswinkel angeschraubt und durch die Trennwand 2,5mm - Löcher für M3 gebohrt. 
An den vorbereiteten Kühlergrill habe ich die Motorhaube angeklebt; diese hat vorher bereits den abgesenkten mittleren Teil bekommen.

 

Daran habe ich die zwei Seitenteile angepasst und mit Kühler und Motorhaube verklebt. 



Die ganze Konstruktion habe ich von innen mit 5x5mm Dreikantleisten verstärkt.



Die Seitenteile wurden weiter ausgeschnitten; diese Öffnungen werden von den Lampengehäusen verdeckt. Wichtig ist hier nur, genug Überstand für Verstärkungen zu lassen.
Der Kühler hat zwei Ausschnitte bekommen. Diese haben mit der späteren Rippenform nichts zu tun; geben mir aber die Möglichkeit, die Kipp - Punkte für die Motorhaube anzupassen ohne meine Hilfskonstruktion im Inneren zu verlieren.



15.07.2018
Um der Nase auch ein Gesicht zu geben kommen nun die vorderen Kotflügel mit den Scheinwerfergehäusen dran. Um das sauber auszurichten baue ich auf dem Plan



Auf dem Rahmen siehts schon voller aus. Nun will ich erst Mal am Fahrerhaus weiter bauen; die Treppen und hinteren Kotflügel sind wichtig um die vorderen Kotflügel anzupassen.



Als leise Sonntagsarbeit habe ich die beiden hinteren Kanten des Fahrerhauses zugeschliffen. Um die Rundung zu kontrollieren habe ich in eine 2mm Polystyrol - Platte ein 10mm - Loch gebohrt; sauber zugeschnitten ergibt sich eine super Schablone mir Innenradius R5.



20.07.2018
Die Treppe habe ich von hinten gezeichnet, Anhaltspunkte waren die bisherigen Zeichnungen und viele Fotos. Die Seitenansicht habe ich kopiert um so Schablonen für die beiden Schutzblechkanten zu erhalten. Das ausgeschnittene Papier habe ich auf 2mm Polystyrol aufgeklebt und ausgeschnitten. 



Mit den Seitenteilen und dem Plan als Bauschablone habe ich nach und nach das Schutzblech geformt und parallel die Trittbleche aus Aluriffelblech vorbereitet.



01.08.2018
Mit den vorgefertigten Stufen wird das Element Stück für Stück aufgebaut.



Der Rohbau der Stufen muss mal Probesitzen



Die Einfassung links auf dem oberen Foto habe ich nun zugeschnitten und somit nach den Fotos angepasst.



So angepasst habe ich die Teppe am Bodenblech angeklebt; jetzt wird's schön langsam! Auf die gleiche Art baue ich parallel den Einstieg auf der Fahrerseite.



03.08.2018
Durch die Erfahrung auf der Beifahrerseite ist die Fahrerseite schnell fertig geworden.



15.08.2018
Ich habe den nächsten Schritt immer wieder verschoben und nun zwangsweise in Angriff genommen... 
Die Motorhaube soll ja klappbar sein, somit habe ich im vorderen Bereich der Motorhaube eine 3mm Welle als Kippgelenk eingepasst und aus 5mm Alu die beiden Kipplager gefertigt. Die Lagerblöcke habe ich mit Sekundenkleber an den Rahmen geklebt (unter beachtung des Ringspalts zum Fahrerhaus) und danach mit je 2 M2 - Schrauben am Rahmen fixiert.
Die Welle steht noch über, auch fehlen noch zwischen Lagerblock und Motorhaube Abstandshülsen auf der Welle. 



Durch den Kippwinkel der Motorhaube ergibt sich eine große Öffnung. Ich möchten den Platz für Fahrtregler, Lichtanlage und vor allem den Akku nutzen; was die Suche für einen passenden Energiespender startet...